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Journaling: Methoden Für Deine Persönliche Entwicklung

Journaling ist eine Form des expressiven schreibens. Beim klassischen Tagebuch notiert man Ereignisse, Erinnerungen oder Tagesgeschehen. Expressives Schreiben stellt Gefühle und Gedanken in den Mittelpunkt. Deshalb passt es so gut zu Energiearbeit und Yoga, denn auch dort wollen wir die Gedanken und Gefühle sortieren. Die Asanas geben uns die Möglichkeit uns über Bewegung ausdrücken, etwas über uns zu lernen und in den Alltag zu intergrieren. Mit Energiearbeit schauen wir welche Themen genau hinter den Gedanken und Blockaden stecken. In diesem Beitrag erkläre ich dir, was Journaling ist und wie du es in deine Yoga oder Meditationspraxis integrieren kannst.

Inhalt

  1. Definition Expressives Schreiben/Journaling
    1. Merkmale des Journaling
    2. Besonderheiten des Expressiven Schreibens
  2. Journaling Anleitung
    1. Let it all hang out: Journaling Ideen

Definition Journaling

Wir Menschen lieben es uns Auszudrücken. Sei es durch Tanz, Musik, Malen oder Schreiben. Wir wollen der Welt zeigen, wer wir sind. Expressives Schreiben gibt uns die Möglichkeit, uns auf eine tiefere Art und Weise auszudrücken. Das was während dem Journaling auf dem Papier landet, kommt tief aus unserm Innerne, aus unserem Kern. Im Yoga wird viel über den Kern oder Core gesprochen, weil er uns Stabilität gibt. Ohne einen Kern, haben wir nichts nach dem wir uns ausrichten können, nichts das uns den Weg weist und nichts das uns zentriert.

Journaling ermöglicht es uns, tiefer in unsere Gedanken und Emotionen einzutauchen. Den Blick dort verweilen zu lassen und aus dem Herzen heraus zu schreiben. Beim journaling oder expressivem schreiben, geht es weniger um tatsächliche Begebenheiten, Erinnerungen, Dinge oder Menschen. Diese Dinge sind zweitranging, auch wenn sie uns in unseren Handlungen beeinflussen. Denn für unsere Gefühlswelt, spielt die Wahrheit häufig die zweite Geige. Ich denke jeder und jede kennt es, sich über eine Begegnung oder vorkommnis tierisch aufzuregen. Bis man etwas abstand gewonnen hat und feststellt, dass es so schlimm eigentlich gar nicht war. 🙂

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Journaling mit Stift und Papier

Merkmale des Journaling

Zu den expressive Texten gehören neben Journals auch Songs, Gedichte und Essays. Häufig werden sie in der ersten Person geschrieben. Ansonsten müssen diese Texte keinen Regeln folgen. Rechtschreibung, Zeichensetzung, halbe Sätze, Phrasen oder Listen sind alle „erlaubt“. Denn wie gesagt, es geht um den Inhalt und nicht um die Form. Jeder drückt seine Gefühle und Gedanken auf seine Art und Weise aus. Und weil es keine richtige oder falsche Schreibform gibt sich auszudrücken, gibt es auch keine Sprachenvorgabe. Du musst dich nichtmal auf eine Sprache festlegen. Du kannst beispielsweise einen Satz auf deutsch anfangen und auf französisch beenden. Manchmal gibt es Wörter in anderen Sprachen, die viel genauer Ausdrücken was man sagen möchte. Müh dich nicht ab, feinstes hochdeutsch zu schreiben, wenn dir Kölsch oder ein anderer Dialekt näher ist.

Expressive Texte können veröffentlicht werden, wie etwa Songtexte oder Gedichte. In den meisten Fällen, schreibt man für sich alleine, ohne die Intention das dritte oder man selbst sie noch einmal liest. Vorallem Tagebücher oder Journals in die man seine privatesten Gedanken und Gefühle schreibt, sind in der Regel nur für die eigenen Augen bestimmt. Ich zum Beispiel lese meine eigenen Texte so gut wie nie nachdem ich sie geschrieben habe. Die Texte sind für mich fast schon bedeutungslos. Ich behalte die Erkenntnis und Einsicht, die ich mir erschrieben habe. Der Rest ist dann unwichtig.

Expressives Schreiben Besonderheiten

Eine weitere Besonderheit beim Journaling ist, das man zu einer vorgegebenen journaling Frage schreiben kann oder ein spezielles Thema behandeln möchte. Deshalb finde ich die Methode so passend als Ergänzung zur Energiearbeit, Meditation und Yoga. Viele Themen die man hat, mit denen man sich so rumschlägt, kann man auf diese Weise für sich eingrenzen. Es hilft einem dabei, die Gedanken aufs Papier zu bringen und Bilder zu beschreiben. Von da aus, lässt sich dann energetisch aufbauen. Wenn du weißt, was hinter den Gedanken steckt die du immer wieder hast, kannst du an dem Thema arbeiten. In einem Coaching, einer Therapie, Yoga oder in Meditation kannst du diese Themen dann bearbeiten und verarbeiten. So übernimmst du Verantwortung für dein Leben und deine Gefühlswelt. Damit du wieder im Sattel sitzt.

Das klingt alles eher schwermütig, das muss es aber gar nicht sein. Beim expressiven Schreiben, bestimmst du was du zum Ausdruck bringen möchtest. Journaling Fragen richten sich nicht nur nach Traumata, loslassen und Mentaler Gesundheit. Du kannst auch ein Gedicht über deine Zimmerpflanze schreiben, oder einen Gedanken ausführen der dir in beim Wäsche aufhängen gekommen ist. Deiner Fantasie und deinem Interesse sind keine Grenzen gesetzt. Cezanne hat auch niemand verboten ein und den selben Berg über 50 Mal zu malen.

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Alles was du zum Journaling brauchst: Stift und Papier

Journaling Anleitung

Und so geht journaling: Du brauchst Stift und Papier. Ich weiß, sehr Altmodisch. Aber es ist für das Gehirn ein anderer Prozess, etwas mit der Hand zu schreiben. Mit Stift und Papier, werden mehr Sinne angesprochen, was widerrum dabei Hilft die Themen zu bearbeiten und vor allem zu verarbeiten.

Im Folgenden stelle ich dir zwei Möglichkeiten vor zu Journaln. Die erste Möglichkeit ist, einfach drauf loszuschreiben. Ohne Thema und ohne Frage, einfach Stift und Papier zur Hand nehmen und loslegen. Ich finde diese Möglichkeit schön spontan. Es erlaubt dir frei zu schreiben und zwanglos zu Papier zu bringen, was dich Beschäftigt. Das könnte zum Beispiel nach dem Meditieren oder Yoga sein, wenn dir Gedanken gekommen sind, die du aufschreiben möchtest. Das mache ich am häufigsten.

Die zweite Möglichkeit ist, zu einer vorgegebenen Frage zu schreiben. Das hilft dabei, Situationen, Erlebnisse und Erfahrungen besser zu verarbeiten und bewusster zu machen. Wie beim Meditieren, stelle dir einen Timer und schreibe bis die Zeit abgelaufen ist. Anfänger:innen können gut mit 3-5 Minuten starten. Wenn dir zwischendrin nichts mehr einfällt außer „keine Ahnung, keine Ahnung, keine Ahnung…“, schreibe einfach weiter. Es fällt einem doch immer noch etwas ein. Ausßerdem denkt man weniger, sondern fühlt mehr auf Papier. Denn dein Kopf ist ja Beschäftigt „keine Ahnung“ zu schreiben. Diese zweite Möglichkeit ist super, weil man sich etwas Bewusst machen kann und sich Klarheit verschaffen kann. Im folgenden Kapitel, gebe ich dir ein paar Ideen mit welchen Journaling Fragen du starten kannst.

Let it all hang out: Journaling Ideen

Diese drei Fragen sind gut für vor oder nach dem Yoga/ der Meditation, für Zwischendurch oder in besonders herausfordernden Lebenssituationen (also eigentlich immer):

  1. Wie fühle ich mich jetzt körperlich? Wie fühle ich mich geistig? Wie fühle ich mich emotional?
  2. Dafür bin ich jetzt Dankbar
  3. Davon möchte ich mehr haben in meinem Leben

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